Die Halbinsel Çeþme liegt im Westen von Ýzmir. Der Name bedeutet 'Brunnen' und kommt von den vielen Quellen in der Umgebung, die hier im 18. und 19. Jh. entdeckt wurden. Von herrlich blauem Wasser umgeben, ist die Halbinsel mit ihren Anis-, Sesam- und Artischockenfeldern sowie Feigenplantagen eine der fruchtbarsten Gegenden der Türkei. In den sauberen Buchten kann man ungestört schwimmen. Der Reisende findet hier ausgezeichnete Ferienunterkünfte, Restaurants und zahlreiche Sport- und Vergnügungsmöglichkeiten. Eine im 14. Jh. von den Genuesern errichtete und im 16. Jh. von den Osmanen restaurierte und erweiterte Festung beherrscht die 80 km von Ýzmir entfernt liegende Hafenstadt Çeþme auf der gleichnamigen Halbinsel, ein beliebter Ferienort mit ausgezeichneten Thermalbädern, Hotels und Restaurants; eine in der Nähe der Festung stehende, unter Sultan Süleyman dem Prächtigen im 16. Jahrhundert erbaute Karawanserei wurde zu einem Hotel umgebaut. Die aus dem 19. Jh. stammende Hagia Haralambos - Kirche dient heute als Emir Qaka - Kunstgalerie. Thermalbäder ermöglichen Gesundung und Erholung. Gute Einkaufsmöglichkeiten für Teppiche, Lederwaren und Reiseandenken sind vorhanden; in der Nacht herrscht in den vielen Restaurants, Cafes, Bars und Discos auf der Promenade lebhaftes Treiben. Alljährlich findet in Cesme ein internationaler Schlagerwettbewerb statt. Während der Saison verkehrt einmal pro Woche zwischen Cesme und italienischen Häfen eine Autofähre.
Geschichte&Erbschaft
Cesme - Archäologie Museum von Cesme
Eines der sehenswerten historischer und kulturellen Wunder der Gemeinde Çeþme ist die Burg von Çeþme. Die Burg von Çeþme wurde in der Zeit des Sultan Beyazýt II, im Jahre 1508, erbaut. Sie wurde vom Architekten Ahmet oðlu Mehmet im Auftrag vom Gouverneur von Mir Haydar errichtet.
In dem Burg, die bis heute sehr gut erhalten geblieben ist, befindet sich das Archäologie museum von Çeþme. Das Çeþme Museum wurde zum ersten mal im Jahre 1965, mit Waffen, die vom Topkapý Museums in Istanbul gebracht wurde, als Waffenmuseum eröffnet und das dauerte bis zum Jahre 1984 weiter. Weil die Waffen des Museum, wegen der hohen Feuchtigkeit im Saal anfingen zu verrosten, wurde sie in die Izmir Archäologie und Ödemiþ Museen übertragen. Durch die Einrichtung des gleichen Saales werden jetzt die Werke ausgestellt, die seit dem Jahre 1964 weiter führenden Rettungsgrabungen der antiken Stadt Ildýrý (Erythrai) erworben wurden.
Dort werden Gott und Göttin Statuen aus Tarrakotta, Büsten, Statuen aus Marmor, Münzen aus Silber und Bronze, goldene Blätter und Amphoren ausgestellt.
Die auffälligsten Überreste in Ildýrý (Erythrai) sind die Stadtmauern. Außerdem kann man die Akropolis, im Norden davon das Theater und wieder im Norden der Akropolis durchgeführte Ausgrabungen erworbene Villa Überreste aus der hellenistischen und römischen Zeit, Tempel der Athena aus der archaischen Zeit, eine Kirche aus der byzantinischen Zeit, die Villa und Mosaiken von Rom, das sich auf dem Hügel Cennettepe befindet und Badüberreste aus der römisch-byzantinischen Zeit.
Die militärischen und zivilen Bauwerke, die durch die Ausgrabungen in der antiken Stadt Ildýrý (Erythrai) erworben wurden, können kostenlos von Besucher besucht werden
Cesme - Cesme Schloss
Der osmanische Sultan Bayezid II baute das Schloss in 1508. Es trägt alle Eigenschaften der osmanischen Architektur. Es gibt ein Museum im Schloss. Die Findungen ausgegraben im Dorf von Çeþme-Ildýrý, sind auf der Anzeige in diesem Museum. Diese historische Struktur wird für das Internationale Çeþme Musik-Fest verwendet, das zwischen 2-7 Juli jedes Jahr gehalten wird. Vor dem Schloss ist die Bildsäule von Kaptan-ý Derya Gazi Hasan Pasha von Algeria mit einem Löwen
Reiseführer
Cesme - Anreise
Die Kreisstadt Cesme ist mit dem Bus von Izmir aus gut zu erreichen. Zwischen Cesme und der griechischen Insel Chios verkehren regelmäßig Fähren, auch mit Brindisi und Bari (Italien) gibt es gute Fährverbindungen.
Cesme - Gastronomie
Meeresfrüchte wie Oktopus, Muscheln, Goldbrasse und Seebarsch bestimmen die regionale Küche. Weitere Spezialitäten sind Feigenkonfitüre, Mandelmilch und Kumru, ein geröstetes Sandwich. Aus dem Harz des Mastixbaumes, der vor 6.000 Jahren erstmals auf der Cesme-Halbinsel gewachsen sein soll, wird Marmelade und Anisschnaps hergestellt